Mobiles Arbeiten hat in vielen Unternehmen einen festen Platz. Eine Workation , wie sie in Deutschland zunehmend gefragt ist, geht darüber hinaus: Mitarbeitende arbeiten für mehrere Tage von einem bewusst gewählten Ort aus. Dort verbinden sie reguläre Arbeitszeit und freie Stunden und integrieren so ein Stück weit Urlaub und Erholung in den Alltag. Der Ort selbst spielt dabei eine Rolle, er soll zum Arbeiten und Verweilen gleichermaßen einladen.
Damit das gelingt, braucht es mehr als eine schöne Aussicht. Eine passende Unterkunft, ein stabiler Arbeitsplatz und klare interne Regeln entscheiden darüber, ob eine Workation produktiv verläuft oder zur Improvisation wird.
Deutschland bietet dafür gute Voraussetzungen. Kurze Anreisewege, bekannte rechtliche Rahmenbedingungen und eine verlässliche Infrastruktur sprechen für das Land als Workation-Standort. Unternehmen können so mobiles Arbeiten ermöglichen, ohne Produktivität oder Erreichbarkeit zu gefährden.
Der Begriff Workation setzt sich aus „work“ und „vacation“ zusammen. Für eine Workation in Deutschland bedeutet das: Mitarbeitende arbeiten während eines geplanten mehrtägigen Aufenthalts weiter, verbunden mit freier Zeit an einem Ort im Inland. Der wird bewusst nach seinem Erholungswert ausgewählt. Der Ortswechsel innerhalb des Landes ist fester Bestandteil des Konzepts.
Eine Workation in Deutschland lässt sich für Unternehmen häufig einfacher umsetzen als ein Aufenthalt im Ausland. Steuerliche, sozialversicherungsrechtliche und aufenthaltsrechtliche Fragen spielen im Inland in der Regel keine Rolle.
Interne Vorgaben zu Arbeitszeit, Datenschutz, Versicherung und Kosten sollten Unternehmen trotzdem vorab klären, unabhängig vom gewählten Ort. Nicht jeder mobile Arbeitstag zählt bereits als Workation. Reguläres Homeoffice oder Remote Work am festen Wohnort unterscheiden sich von einem geplanten mehrtägigen Aufenthalt mit passender Unterkunft und produktiver Arbeitsumgebung. Diese Kombination aus Planung, Ort und Erholungswert macht eine Workation in Deutschland im eigentlichen Sinn aus.
Wie stark sich eine Workation dabei vom klassischen Dienstreisemodell unterscheidet, zeigt der Vergleich mit Bleisure Travel. Dort wird eine Geschäftsreise um private Tage verlängert. Eine Workation dagegen wird von Beginn an als Arbeitsaufenthalt geplant, bei dem reguläre Arbeitszeit und freie Stunden am gleichen Ort stattfinden.
Für Unternehmen kann eine Workation im Inland mehr sein als eine Ausnahmeregelung. Als moderner Benefit signalisiert das Format Vertrauen in die Eigenverantwortung der Mitarbeitenden und kann die Arbeitgeberattraktivität im Wettbewerb um Fachkräfte stärken. Über einen längeren Zeitraum motiviert und konzentriert zu arbeiten gelingt oft leichter mit einem Tapetenwechsel.
Auch für Mitarbeitende ergeben sich handfeste Vorteile. Ein Ortswechsel innerhalb Deutschlands, eine ruhigere Umgebung und Erholung nach Feierabend können Konzentration und Zufriedenheit unterstützen. Wichtige Reiserichtlinien-Details wie Rahmenbedingungen und Aufenthaltsdauer bleiben davon unberührt.
Nicht jede Aufgabe eignet sich gleichermaßen für eine Workation irgendwo in Deutschland. Geeignet sind vor allem digitale Aufgaben:
Weniger geeignet ist das Format bei:
Arbeitsplatz, eine stabile Internetverbindung und ausreichend Ruhe machen aus einem einladenden Ort eine produktive Arbeitsumgebung für eine Workation in Deutschland. Diese drei Faktoren entscheiden, ob sich Arbeit und Erholung am Aufenthaltsort tatsächlich verbinden lassen.
Bei der Wahl der Unterkunft lohnt sich ein Blick auf die konkreten Anforderungen an Zimmer und Arbeitsplatz im Rahmen einer Workation:
|
Kriterium |
Anforderung |
|
Arbeitsfläche |
Schreibtisch oder geeignete Ablage, ausreichend Platz und guter Sitzkomfort |
|
Licht und Steckdosen |
Tageslicht sowie genügend Anschlüsse für Laptop und weitere Geräte |
|
Ruhe |
Rückzugsmöglichkeit ohne Störgeräusche für konzentriertes Arbeiten und Videocalls |
Neben dem Arbeitsplatz spielt auch die Wahl der Unterkunftsart eine Rolle:
|
Unterkunft |
Merkmale |
|
Hotel |
Verlässlicher Service, feste Standards, geregelte Verpflegung und Rechnungsstellung |
|
Ferienwohnung oder Ferienhaus |
Mehr Privatsphäre, aber ohne feste Business-Infrastruktur wie Coworking-Bereiche |
Professionell geführte Business-Hotels bieten damit oft Vorteile bei Service und Planbarkeit. Ferienwohnungen punkten dagegen bei Rückzug und Privatsphäre, bringen aber nicht immer eine passende Arbeitsumgebung mit.
Zur digitalen Infrastruktur zählt vor allem stabiles WLAN. Eine zuverlässige Internetverbindung ist die Grundlage für Videocalls und cloudbasiertes Arbeiten, unabhängig davon, ob Sie am Schreibtisch im Hotelzimmer arbeiten oder in einem Coworking-Space.
Deutschland bietet für eine Workation unterschiedliche Regionstypen mit eigenem Charakter. Städte punkten mit Coworking-Spaces, guter Anbindung und ziehen auch digitale Nomad:innen an. Regionen an Nord- oder Ostsee bringen die Nähe zum Meer und zum Strand für Pausen zwischen den Arbeitsblöcken mit. Seen, Mittelgebirge und der Alpenraum sprechen eher Mitarbeitende an, die Ruhe und Natur für den Ausgleich suchen.
Der Freizeitwert eines Ortes spielt bei der Wahl einer Workation in Deutschland eine Rolle. Ebenso wichtig sind gute Arbeitsbedingungen vor Ort, Ruhe und der Aufwand für die Anreise. Je nach Anspruch bieten die einzelnen Regionen unterschiedliche ideale Bedingungen für diese Kombination aus Arbeit und Erholung. Neben einer Workation in Deutschland bieten sich aufgrund der guten, schnellen Erreichbarkeit auch deutschsprachige Ziele in Österreich oder der Schweiz an.
Ist ein passender Standort für die Workation in Deutschland gefunden, entscheidet die Erreichbarkeit darüber, wie reibungslos An- und Abreise ablaufen. Bahnhofsnähe, eine gute Anbindung an den ÖPNV, ausreichend Parkmöglichkeiten und kurze, planbare Anreisezeiten zählen zu den wichtigsten Kriterien. Sie erleichtern Unternehmen die Planung und senken den organisatorischen Aufwand.
Auch die Aufenthaltsdauer sollte in einem angemessenen Verhältnis zur Dauer der Anreise stehen. Für eine zweitägige Workation lohnt sich eine lange Anfahrt, etwa von Hamburg nach Garmisch-Partenkirchen, oft kaum: Die Reisezeit frisst einen erheblichen Teil des Aufenthalts, und der Erholungswert leidet, weil lange Anreisen anstrengend sind.
Für kurze Aufenthalte von 2 bis 3 Tagen, in denen sich Mitarbeitende auf eine einzelne Aufgabe konzentrieren, eignen sich daher vor allem näher gelegene Orte in Deutschland. Ein echter Arbeitsrhythmus mit festen Routinen entsteht meist erst über einen Zeitraum von 4 bis 7 Tagen, hier relativiert sich der Anreiseaufwand entsprechend.
Bevor es losgeht, braucht es intern klare Vereinbarungen zu Arbeitszeit, Kosten, Datenschutz und Arbeitsschutz. Diese vier Bereiche schaffen die Verlässlichkeit, die Unternehmen und Mitarbeitende im Rahmen einer Workation in Deutschland gleichermaßen brauchen.
Ergänzend lohnt sich ein Blick auf die versicherungstechnischen Rahmenbedigungen. Zudem sollten Unternehmen Reiserichtlinie erstellen: Welche internen Regelungen gelten für mobiles Arbeiten außerhalb des üblichen Arbeitsorts?
Checkliste für Unternehmen: Ist die Workation in Deutschland wirklich umsetzbar?
Bevor eine Workation in Deutschland genehmigt wird, lohnt sich ein strukturierter Blick auf alle relevanten Punkte. Die folgende Übersicht bündelt die wichtigsten Prüffragen und eignet sich als schnelle Entscheidungshilfe für HR, Travel Management oder Führungskräfte.
Aus Sicht der Mitarbeitenden zählt zusätzlich, ob sich nach Feierabend tatsächlich abschalten lässt und Arbeit und Erholung am gewählten Ort im Gleichgewicht bleiben. Diese Perspektive gehört in jede Entscheidung mit hinein.
Bei der Wahl einer Workation-Unterkunft in Deutschland zählen für Unternehmen vor allem verlässliche Standards, gute Erreichbarkeit und planbare Abläufe. Die Chocolate on the Pillow Group (COTP) ist ein Multibrand-Hoteloperator in der DACH-Region mit strategisch gelegenen Häusern in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Für geschäftliche Aufenthalte sind dabei drei Kompetenzfelder relevant. Eine digitale Infrastruktur unterstützt stabiles Arbeiten. Serviceleistungen mit geregelten Abläufen bei Verpflegung und Abrechnung sowie eine zentrale Lage mit guter Anbindung an Bahn, ÖPNV oder Parkmöglichkeiten runden das Angebot ab.
Auch Nachhaltigkeit spielt eine Rolle. COTP verfolgt in den Bereichen Ökologie, Soziales und Ökonomie festgelegte Nachhaltigkeitsziele und ist GSTC-konform zertifiziert. Für Unternehmen mit ESG-Vorgaben oder eigener Reiserichtlinie kann das ein zusätzliches Kriterium bei der Standortauswahl sein.
Ein Ort, der zum Arbeiten ebenso einlädt wie zum Verweilen, macht aus einer Workation mehr als einen Ortswechsel. Damit dieses Zusammenspiel gelingt, braucht es eine geeignete Unterkunft, eine produktive Arbeitsumgebung, eine passende Aufenthaltsdauer und klare interne Regeln zu Arbeitszeit, Kosten und Datenschutz.
Deutschland macht das Format einer Workation besonders praktikabel: kurze Anreisewege, vertraute rechtliche Rahmenbedingungen und vielfältige Regionen zwischen Stadt, Küste und Mittelgebirge eröffnen für nahezu jeden Anspruch einen passenden Standort.
Die The Chocolate On The Pillow Hotels bieten einen ersten Ausgangspunkt für die Standortsuche bei der Planung einer Workation.